1. Ameranger Disput 2001: Arbeitslosigkeit in Deutschland

Wirtschaftswachstum - Motor für Vollbeschäftigung?
Arbeitslosigkeit ist nicht in erster Linie die Folge zu geringen Wirtschaftswachstums, sondern Resultat tief wurzelnder, individueller und kollektiver Sicht- und Verhaltensweisen. Sie behindern die Anpassung an die sich verändernde Wirklichkeit und damit die Entstehung neuer Jobs. So lange weite Bevölkerungskreise sowie Politik und Gewerkschaften mental im Industriezeitalter verharren, wird mehr Erwerbsarbeit kaum möglich sein. Lösungsvorschläge des Ameranger Disputs auf der Basis einer umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchung des IWG BONN nehmen bereits 2001 Kernelemente der Hartz-Reformen vorweg: Flexibilisierung des Arbeitsmarkts, Verbesserung der Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln, Aufwertung personenbezogener Dienstleistungen, die Erschließung eines Niedriglohnsektors oder die überfällige Reform der sozialen Sicherungssysteme.


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